Dienstag, 10. April 2012

Bischof Erwin Kräutler (72): “Es gab nie einen Dialog”

"Mich schaudert es einfach bei der Feststellung, dass sich im Zusammenhang mit Belo Monte die übelsten Methoden aus der Asche der Militärdiktatur der 60er-, 70er- und 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts neu erheben." wird Bischof Kräutler am Ostermontag 2012 in VOL.at zitiert.

"Mehr als 20.000 Menschen müssten durch die Überflutungen für das Kraftwerk umgesiedelt werden und eine noch größere Anzahl würde durch die Trockenlegung eines Teilabschnitts des Rio Xingu ihre Lebensgrundlage verlieren. Zudem könnte sich das Weltklima durch die weitläufigen Zerstörungen im Amazonas verändert, denn das Amazonasbecken hat eine klimaregulierende Funktion, das ist längst bewiesen"  sagt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, zu dem umstrittenen Mega-Wasserkraftwerk Belo Monte in Brasilien anläßlich des internationalen Tages des Wassers 2012. Für Bayr ist klar, dass das Bauprojekt gestoppt und andere Formen der Energiegewinnung forciert werden müssen.

Allein die österreichische Bundesregierung schweigt weiter dazu und läßt den aus Vorarlberg stammenden brasilianischen Bischof Erwin Kräutler und die betroffene indianische Bevölkerung Brasiliens im Regen stehen.

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