Montag, 16. April 2012

Verkehrsunfälle 2011: Vorarberger Zahlen erschrecken

Mit 523 Verkehrstoten wurde in österreich zwar ein neuer Tiefststand erreicht, ebenso bei Zahl der Unfälle und Verletzten. Es gibt aber mehr Todesopfer bei Alkoholunfällen. 

Vorarlberg im "Plus". Weniger Unfälle als im Jahr davor gab es in der Steiermark (-7,0 Prozent), in Oberösterreich (-6,4 Prozent) und in Salzburg (-0,2 Prozent), die höchsten prozentuellen Zunahmen wurden in Tirol (+7,9 Prozent), im Burgenland (+5,1 Prozent) und in Vorarlberg (+5,0 Prozent) registriert. Dabei fällt auf, dass in Vorarlberg der Zuwachs an Verkehrstoten mit plus 13,6 Prozent und auch an Verletzten mit plus 5,7 Prozent am höchsten war. Besonders ins Gewicht fallen dabei auch die zwei getöteten Kinder.

Alko-Unfälle auch ohne Buschenschank. Erschreckend, dass die Steigerung bei den Alkounfällen ausgerechnet auch in Vorarlberg am höchsten ist. Die Zahl der Alkounfälle stieg um 23,9 Prozent, die Zahl der dabei verletzten Personen um 22.4 Prozent und die dabei getöteten Personen verdoppelten sich von dem langjährigen Schnitt von 3 auf 6 Personen.

Österreich. Im Jahr 2011 ereigneten sich nach Berechnungen von Statistik Austria auf Österreichs Straßen 35.129 Unfälle, bei denen 45.025 Personen verletzt und 523 getötet wurden. Damit verringerten sich die Zahl der Unfälle (-0,6 Prozent) und jene der Verletzten (-1,8 Prozent) gegenüber 2010 geringfügig. Die Zahl der Verkehrstoten sank hingegen um 5,3 Prozent auf 523, das sind um 29 Todesopfer weniger als im Jahr davor. Bei allen drei Größen wurde damit wieder das jeweils niedrigste Ergebnis seit Beginn der einheitlich geführten Unfallstatistik erreicht.

Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen 10 Jahre, so ereigneten sich im Jahr 2002 um rund 8.000 Unfälle mehr und es gab um fast 12.000 mehr Verletzte. Der Rückgang der Unfallzahl und jener der Verletzten beträgt damit zwischen 2002 und 2011 jeweils rund ein Fünftel (-19 Prozent bzw. -21 Prozent). Die Zahl der Verkehrstoten konnte in diesem Zeitraum jedoch von 956 im Jahr 2002 beinahe halbiert werden (-45 Prozent).

 Link ➨  
Statistik Austria: Verkehrsunfälle 2011


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