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Montag, 4. Februar 2013

Mit der Umwelt rechnen: Umweltgesamtrechnung.at online

Im Rahmen von Umweltgesamtrechnungen werden Wirtschafts- und Umweltdaten miteinander verknüpft. Mit dem Relaunch der Webseite www.umweltgesamtrechnung.at können ab sofort Auswertungen für die einzelnen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt und miteinander verglichen werden. Dadurch werden die Umweltauswirkungen von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Tätigkeit in der EU besser sichtbar.

Umweltgesamtrechnungen (UGR). Sie beschreiben die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, privaten Haushalten und Umwelt. Dafür werden ökologische (physische) Daten, wie Rohstoff-, Energie-, Wasser- oder Flächenverbrauch, Abfall- und Abwasserentsorgung sowie Luftemissionen, ökonomischen (monetären) Daten, wie etwa dem Bruttoinlandsprodukt gegenübergestellt.

Individuelle Auswertungen. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch, welcher zwischen Energiesteuern und Emissionen? Wie sieht dabei das Ranking der einzelnen EU-Staaten aus? Die Antworten auf diese Fragen werden auf der neu gestalteten Webseite in Form von Google Motion Charts anschaulich dargestellt – Anwenderinnen und Anwender können mit diesem Tool ihre individuellen Auswertungen für zahlreiche Fragestellungen gestalten.

Darüber hinaus werden in einem umfangreichen Glossar volkswirtschaftliche und umweltrelevante Fachbegriffe erklärt. Ein Veranstaltungskalender weist auf aktuelle Tagungen und Konferenzen hin, die sich mit umweltökonomischen Themen beschäftigen. Weiters bietet die Website Hintergrundinformationen zur Methodik, stellt konkrete Anwendungsgebiete vor und bietet Links zu Institutionen in Österreich, der EU und auf internationaler Ebene. Details zur Struktur der Umweltgesamtrechnungen ergänzen das Informationsangebot.

Europäische und globale Dimension. Die Umweltgesamtrechnungen sind in den Leitlinien der EU über Umweltindikatoren und ein grünes Rechnungssystem verankert. Sie sollen die Ziele der nachhaltigen Entwicklung, der Strategie von Lissabon und der EU-Umweltpolitik messen. Für die Erstellung einzelner Module der Umweltgesamtrechnungen gibt es durch die EU-Verordnung über europäische umweltökonomische Gesamtrechnungen bereits die entsprechende Rechtsgrundlage. Auf UN-Ebene wird derzeit ein statistischer Standard entwickelt, der alle Aspekte der Umweltgesamtrechnungen abdeckt. Dieser soll 2012 vorliegen.

Die Webseite ist in Zusammenarbeit von Umweltbundesamt, Lebensministerium und Statistik Austria entwickelt worden und wurde von der Europäischen Kommission kofinanziert.

[MITTELPUNKT Vorarlberg]  LINK ⇒

Sonntag, 28. Oktober 2012

Mismatch: Berufsausbildung in Vorarlberg am Bedarf vorbei?

Eine EURES-Studie liefert Ansätze zur Analyse des Angebots und der Nachfrage von Arbeitskräften in der Bodenseeregion und zeigt Mismatches auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt beklemmend auf.

Der Bericht zeigt auch, wie durch eine detailliertere Analyse der dem Statistischen Arbeitsmarktmonitoring zur Verfügung stehenden Daten, Ansatzpunkte aufgezeigt werden können, um Mismatches auf dem Arbeitsmarkt der internationalen Bodenseeregion zu reduzieren.

Von einem Mismatch auf dem Arbeitsmarkt spricht man, wenn es bei hohen Arbeitslosenzahlen auf der einen Seite, gleichzeitig Besetzungsprobleme von offenen Stellen gibt. In dieser Situation passen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nicht zueinander. Die Reduktion von Mismatches auf dem Arbeitsmarkt ist ein wichtiges generelles Ziel der Arbeitsmarktpolitik. Die hinter Mismatches stehenden Probleme können vielschichtig sein. Als Ursachen können neben Informationsdefiziten zum Beispiel auch nicht passende Qualifikationen oder eine zu große Entfernung von Arbeits- und Wohnort zum Tragen kommen.

Das Untersuchungsgebiet von EURES Bodensee (REGIO EURES Bodensee) umfasst die deutschen Landkreise Konstanz, Sigmaringen, Bodenseekreis, Ravensburg, Lindau, Oberallgäu und die  kreisfreie Stadt Kempten, die Schweizer Kantone Zürich, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau und Graubünden sowie das Fürstentum Liechtenstein und das österreichische Bundesland Vorarlberg. Für das Fürstentum Liechtenstein liegen aufgrund der geringen Zahl der Meldungen offener Stellen jedoch keine nach Berufsgruppen differenzierten Daten vor, daher kann Liechtenstein in diese Analyse nicht einbezogen werden.

[MITTELPUNKT Vorarlberg] LINK ➨ 
Mismatch in der Bodenseeregion. PDF. (424kb)
26.10.12  [Letzte Aktualisierung  26.10.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
Einleitung 2
Zielsetzung 2
Schwierigkeiten bei der Interpretation des Mismatches 3
Vorgehensweise 3
Arbeitslosigkeit, offene Stellen
und Stellenandrang in der internationalen Bodenseeregion 5
Top-Ten der offenen Stellen im Gebiet von EURES Bodensee 5
Top-Ten der offenen Stellen im deutschen Beobachtungsgebiet 6
Top-Ten der offenen Stellen im Schweizer Beobachtungsgebiet 7
Top-Ten der offenen Stellen in Vorarlberg 8
Analyse nach Berufen und Regionen 10
Detaillierte Ausdifferenzierung von Berufskategorien 10
Regionale Ausdifferenzierung der Daten nach Landkreisen und Kantonen 11
Der Mismatch im Bereich Metall- und Maschinenbau 12
Deutsches Teilgebiet 12
Schweizer Teilgebiet 13
Vorarlberg 15
Der Mismatch in der Berufsgruppe der Kaufleute und Bürokräfte, Banken und Versicherungen 17
Deutsches Teilgebiet 17
Schweizer Teilgebiet 19
Vorarlberg 20
Resümée und Ausblick 22
Bisherige Publikationen des Projektes 23
Impressum 24

Dienstag, 5. Juni 2012

Familien 2011: Alleinerzieherinnen arbeiten häufiger Vollzeit als Mütter in Paarfamilien

Jede vierte Alleinerzieherin arbeitet auf Vollzeitbasis (25,0%), aber nicht einmal jede fünfte Mutter, die mit einem Partner lebt (18,2%).

Insgesamt rund 100.000 Mütter versorgen ihre unter 15-jährigen Kinder ohne einen im Haushalt lebenden Partner. Bezogen auf alle Frauen mit Kindern unter 15 Jahren ist das mehr als jede achte Mutter (13,2%). Für diese Frauen ist die ökonomische Notwendigkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt zu beteiligen größer, als für Frauen die in Partnerschaften leben.

Jede achte Frau mit Kindern unter 15 Jahren ist alleinerziehend

In 107.000 Familien lebt zumindest ein unter 15-jähriges Kind mit nur einem Elternteil, meistens mit der Mutter (Mütter: 100.000; Väter: 7.000). Mehr als jede achte Frau mit Kindern unter 15 Jahren ist somit alleinerziehend (13,2%); bei Männern mit unter 15-jährigen Kindern ist es nur gut einer von 100 (1,1%). Dabei blieben die Anteile der Alleinerziehenden mit Kindern unter 15 Jahren an allen Familien mit Kindern dieser Altersgruppe zwischen 1985 mit insgesamt 13,6% und 2011 mit 14,1% nahezu unverändert. Die Anteile der alleinerziehenden Mütter schwankten dabei zwischen 12 und 14 Prozent, jene der Väter zwischen einem Prozent und knapp unter zwei Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang von einem halben Prozentpunkt.

Alleinerzieherinnen arbeiten häufiger Vollzeit als Mütter in Paarfamilien

Gerade für Alleinerzieherinnen ist es häufig eine zentrale Herausforderung, ein ausreichendes Erwerbseinkommen mit den Betreuungspflichten zu vereinbaren. So beträgt die aktive Erwerbstätigenquote von Alleinerzieherinnen mit unter 15-jährigen Kindern 70,3%, während nur 65,1% der in Partnerschaft lebenden Mütter aktiv einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Außerdem arbeitet jede vierte Mutter ohne Partner auf Vollzeitbasis (25,0%) aber nicht einmal jede fünfte Frau, die mit einem Partner zusammen lebt (18,2%). Für diese Ergebnisse ist die für Alleinerzieherinnen höhere ökonomische Notwendigkeit, sich auf dem Arbeitsmarkt zu beteiligen, verantwortlich. Trotzdem lag die Armutsgefährdungsquote von Personen in Ein-Eltern-Haushalten im Jahr 2010 mit 28% deutlich über dem Österreichdurchschnitt von 12%.

 Link ➨  
Familien - Ergebnisse im Überblick: Familien 1985 - 2011
Familien- und Haushaltsstatistik 2010
30.3.12 [Letzte Aktualisierung 5.6.12]