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Freitag, 23. Mai 2014

[ #VorarlbergDefizite ] Bildungspolitik: Vorarlberg hat die rote Laterne

Vorarlberg ist kein Bildungsland sondern Hilfsarbeiterhochburg.

Der Bevölkerungsanteil mit bloßer Pflichtschulausbildung ist in Vorarlberg mehr als nur "überdurchschnittlich groß". Weiters kennzeichnet sich das Land bildungsstatistisch durch einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern an Hauptschulen bzw. seit 2008/09 an Neuen Mittelschulen. Der Anteil der Jugendlichen an höheren Schulen und die Studierendenquote sind dementsprechend die niedrigsten Österreichs.

Die statistische Verteilung der Niedrigqualifizierten nach Regionen, also jener Personen, die nur eine Pflichtschule besucht haben und keinendarüber hinausgehenden Schulabschluss vorweisen können, ist fast ein Spiegelbild zu jener der Hochschulabsolventinnen und -absolventen.

Die Stadt-Land-Differenzen sind komplementär. Die Bevölkerung mit höchstens einer Pflichtschulausbildungist überdurchschnittlich häufig im ländlichen Raum konzentriert. Hohe Anteile finden sich so im Innviertel,im Südburgenland und in den ländlichen Gegenden Tirols. Aber Vorarlberg sticht besonders hervor. Den österreichweit höchsten Wert unter den Bezirken weist Dornbirn mit einem Anteil von 28,3% Niedrigqualifizierten im Jahr 2011 ist der keineswegs als ländlich zu bezeichnende Raum des Bezirkes Dornbirn!

Auch bei den Fachhochschulen weist Vorarlberg deutlich unterdurchschnittliche Quoten auf. Auf dem eigenen Gebiet gibt es nur eine Fachhochschule und eine Pädagogische Hochschule mit 1.054 bzw. 446 Studierenden im Wintersemester 2012/13. Die niedrige Studierendenquote geht mit einem unterdurchschnittlichen Anteil an Personen mit Tertiärabschluss einher.

So hatten im Jahr 2011 in Vorarlberg lediglich 12,8% der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren einen Tertiärabschluss, in Gesamtösterreich waren es 15,4%. Nach wie vor niedriger ist auch die Quote der Sekundarabschlüsse. Während in Österreich insgesamt 65,4% der Erwachsenen über einen Sekundarabschluss verfügten, waren es in Vorarlberg nur 62,9%.

[MITTELPUNKT #Vorarlberg ]⇒

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  • 24.5.14 [Letzte Aktualisierung - online seit 24.5.14]
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Montag, 12. November 2012

Österreichische Wanderungsstatistik 2011: Vorarlberger wandern überdurchschnittlich häufig ab

Vorarlberg ist ein Auswanderungsland. Regionale Verschiebungen: 70 Prozent der Vorarlberger Gemeinden hatten Wanderungsverluste. Selbst die Landeshauptstadt Bregenz verzeichnete Wanderungsverluste. 

Von den Inländern sind rund ein 1000 Menschen mehr abgewandert als zugewandert sind. In Prozenten ist das Österreichs größter Abwanderungsverlust. Nur die migrantische Zuwanderung relativiert die Ergebnisse.

Österreich. Auch die Abwanderung der Österreicher hat zugenommen. 70 Prozent der Zuwanderung kommt aus der EU. Jeder neunte Einwohner auf Wanderung. Nettozuwanderung misst sich lediglich in Promillen. Jeder 9. Einwohner auf Wanderung.

Die aktuellen Ergebnisse der Wanderungsstatistik zeigen, dass Wanderungsströme einen wesentlichen Einfluss auf die regionale Bevölkerungsverteilung in Österreich ausüben: Etwa jeder neunte Einwohner Österreichs (rund 923.000 Personen) verlegte im Jahr 2011 seinen Hauptwohnsitz. Etwas mehr als drei Viertel davon (76% bzw. rund 698.000 Personen) verlegten ihren bisherigen Hauptwohnsitz innerhalb Österreichs, während 24% (rund 225.000 Personen)über die Staatsgrenze wanderten.


Nettozuwanderung in Promillen. Im Jahr 2011 wanderten 130.208 Personen nach Österreich zu, während zugleich 94.604 Menschen das Land verließen. Daraus ergab sich eine Netto-Zuwanderung von 35.604 Personen. Bezogen auf die Wohnbevölkerung Österreichs entsprach dies einer Wanderungsbilanzrate von 4,2‰. Damit war die Zuwanderung um knapp ein Drittel höher als 2010 (+27.695).

 [MITTELPUNKT VORARLBERG] LINK 
[facts and figures: europe⇔austria] Österreichische Wanderungsstatistik 2011: Vorwiegend EU-Binnenwanderung
15. 11.12 [Letzte Aktualisierung  15.11.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.                

Sonntag, 4. November 2012

Statistik Austria: Bildungsnotstand in Vorarlberg

Verteilung der Niedrigqualifizierten: Vorarlberg an der "Spitze". 

22,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler der 5. Schulstufe besuchen in Vorarlberg eine AHS. Damit weist Vorarlberg gemeinsam mit Oberösterreich und Tirol den niedrigsten AHS - Anteil Österreichs auf. Im Bundesdurchschnitt sind es mit 32,9 Prozent deutlich mehr. Dieser Trend setzt sich in der Sekundarstufe II fort, wo nur 49,5 Prozent der Jugendlichen in der 9. Schulstufe eine höhere Schule besuchen. Nur Tirol weist einen ähnlichniedrigen Anteil auf. 22,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler der 5. Schulstufe besuchen in Vorarlberg eine AHS.
Europaletzter: In Vorarlberg haben
lediglich 12,1 Prozent der
Bevölkerung im Alter von 25 bis 64
Jahren einen Tertiärabschluss!

Vorarlberg auch im Europa-Vergleich weit abgeschlagen. Im internationalen Vergleich ist der Anteil der Bevölkerung, die höchstens eine Pflichtschulausbildung vorweisen können, unter den 25- bis 64-Jährigen in Österreich mit nur 16,7 Prozent höchst niedrig.  Im Durchschnitt der EU21-Länder liegt dieser Anteil fast 9 Prozentpunkte höher (25,3 Prozent). Den österreichweit höchsten Wert an Niedrigqualifizierten weist unter den Bezirken  Dornbirn mit einem Anteil von 29,2 Prozent im Jahr 2009 auf.

[MITTELPUNKT Vorarlberg] LINK ➨  Bildung in Zahlen 2010/11 - Statistik Austia - Artikelnummer: ISBN 978-3-902791-23-8 - PDF, 11MB
15.4.12 [Letzte Aktualisierung  5.11.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Über: 
Bildung in Zahlen 2010/11 - Schlüsselindikatoren und Analysen

Bildung in Zahlen 2010/11 gibt einen Einblick in die Bildungssituation in unserem Land. Ergebnisse und Kenngrößen aus verschiedenen Statistiken werden von der STATISTIK AUSTRIA in Form von Texten, Tabellen und Grafiken dargestellt und bieten Informationen zu unterschiedlichen Bildungsbereichen wie Schul- und Hochschulwesen, Erwachsenenbildung, Bildungsverläufe, den Bildungsstand und staatliche Bildungsausgaben.

Im vorliegenden Band Schlüsselindikatoren und Analysen werden ausgewählte Bildungsindikatoren mit kurzen analytischen Hintergrundtexten, die einen umfassenden Überblick über die Bildungssituation in Österreich verschaffen, grafisch aufbereitet dargestellt. In einem eigenen Kapitel finden sich Charakteristika der Bildungssituation der neun Bundesländer. Ergänzend dazu bietet ein eigener Tabellenband umfangreiche Detaildaten aus den Bereichen Schul- und Hochschulstatistik und zusätzlich Eckdaten zum Bildungsstand der Wohnbevölkerung und zu staatlichen Bildungsausgaben.

AK-Nachhilfestudie: Vorarlbergs Eltern brennen fünf Millionen Euro

40 Prozent der betroffenen Eltern können sich keine Nachhilfe leisten! Wirtschaftskrise gefährdet Schulerfolg. Vorarlberg nach Wien am aufwändigsten. Nur die geringen Mittelschülerzahlen halten Vorarlberg noch von den höchsten Nachhilfekosten Österreichs fern.

 [MITTELPUNKT Vorarlberg] LINK ➨ 

[Naturfreunde SCHÜLERCLUB Dornbirn] Vorarlberger Eltern zahlen fünf Millionen Euro für Nachhilfe
5.11.12 [Letzte Aktualisierung 5.11.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Mismatch: Berufsausbildung in Vorarlberg am Bedarf vorbei?

Eine EURES-Studie liefert Ansätze zur Analyse des Angebots und der Nachfrage von Arbeitskräften in der Bodenseeregion und zeigt Mismatches auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt beklemmend auf.

Der Bericht zeigt auch, wie durch eine detailliertere Analyse der dem Statistischen Arbeitsmarktmonitoring zur Verfügung stehenden Daten, Ansatzpunkte aufgezeigt werden können, um Mismatches auf dem Arbeitsmarkt der internationalen Bodenseeregion zu reduzieren.

Von einem Mismatch auf dem Arbeitsmarkt spricht man, wenn es bei hohen Arbeitslosenzahlen auf der einen Seite, gleichzeitig Besetzungsprobleme von offenen Stellen gibt. In dieser Situation passen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nicht zueinander. Die Reduktion von Mismatches auf dem Arbeitsmarkt ist ein wichtiges generelles Ziel der Arbeitsmarktpolitik. Die hinter Mismatches stehenden Probleme können vielschichtig sein. Als Ursachen können neben Informationsdefiziten zum Beispiel auch nicht passende Qualifikationen oder eine zu große Entfernung von Arbeits- und Wohnort zum Tragen kommen.

Das Untersuchungsgebiet von EURES Bodensee (REGIO EURES Bodensee) umfasst die deutschen Landkreise Konstanz, Sigmaringen, Bodenseekreis, Ravensburg, Lindau, Oberallgäu und die  kreisfreie Stadt Kempten, die Schweizer Kantone Zürich, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau und Graubünden sowie das Fürstentum Liechtenstein und das österreichische Bundesland Vorarlberg. Für das Fürstentum Liechtenstein liegen aufgrund der geringen Zahl der Meldungen offener Stellen jedoch keine nach Berufsgruppen differenzierten Daten vor, daher kann Liechtenstein in diese Analyse nicht einbezogen werden.

[MITTELPUNKT Vorarlberg] LINK ➨ 
Mismatch in der Bodenseeregion. PDF. (424kb)
26.10.12  [Letzte Aktualisierung  26.10.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
Einleitung 2
Zielsetzung 2
Schwierigkeiten bei der Interpretation des Mismatches 3
Vorgehensweise 3
Arbeitslosigkeit, offene Stellen
und Stellenandrang in der internationalen Bodenseeregion 5
Top-Ten der offenen Stellen im Gebiet von EURES Bodensee 5
Top-Ten der offenen Stellen im deutschen Beobachtungsgebiet 6
Top-Ten der offenen Stellen im Schweizer Beobachtungsgebiet 7
Top-Ten der offenen Stellen in Vorarlberg 8
Analyse nach Berufen und Regionen 10
Detaillierte Ausdifferenzierung von Berufskategorien 10
Regionale Ausdifferenzierung der Daten nach Landkreisen und Kantonen 11
Der Mismatch im Bereich Metall- und Maschinenbau 12
Deutsches Teilgebiet 12
Schweizer Teilgebiet 13
Vorarlberg 15
Der Mismatch in der Berufsgruppe der Kaufleute und Bürokräfte, Banken und Versicherungen 17
Deutsches Teilgebiet 17
Schweizer Teilgebiet 19
Vorarlberg 20
Resümée und Ausblick 22
Bisherige Publikationen des Projektes 23
Impressum 24