Posts mit dem Label Politik-Modelle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Politik-Modelle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 24. Dezember 2012

Politik-Modelle: Bürgerhaushalt

Seit Beginn der 90er Jahre macht sich in den westeuropäischen Demokratien eine wachsende Unruhe breit.
Sinkende Wahlbeteiligung, Parteiaustritte und eine zunehmende Entfremdung zwischen der Bevölkerung und ihren politischen Repräsentanten sind davon die deutlichsten Zeichen. Gleichzeitig wird die öffentliche Verwaltung als zu traditionell, bürokratisch und paternalistisch kritisiert.

Als eine überlegenswerte und attraktive Form der Bürgerbeteiligung bietet sich das Modell des Bürgerhaushaltes an. Dabei ist selbst dieses vielgestaltig und modulierbar.

[MITTELPUNKT VORARLBERG]  LINK ➨  
Bürgerhaushalt in Europa
15.3.12/[Letzte Aktualisierung  31.12.12] Das Vorarlberger Bloghaus  verlinkt interessante Weblogs.

Samstag, 11. August 2012

Vision für Europa: Nachhaltiger Verkehr + Stadtentwicklung 2050?

Die Vision für nachhaltigen Verkehr des Fraunhofer-Institutes wird zwar für Deutschland im Jahre 2050, als das ideale Zukunftsbild der Städte von morgen entwickelt. Sie soll aber zumindest innerhalb Europas übertragbar sein und auch in anderen Weltregionen realisierbar sein, zumindest in Teilaspekten ─ in den Entwicklungs- und Schwellenländern dabei auf direkterem Wege als in den Industrieländern, d.h. z.B. ohne Umweg über eine privatisierte Massenmobilität.

Das Frauenhofer Institut ISI hat eine Studie über das ideale Zukunftsbild der Städte von morgen entworfen. Sie umfasst ein klimafreundliches Verkehrssystem und ermöglicht den Bewohnern eine höhere Lebensqualität.

Visionen sind ins Gerede gekommen. Dessen ist sich auch das Fraunhofer-Institut bewusst, stellt es doch der Studie ein Japanisches Sprichwort voran: "Visionen ohne Taten werden zu Träumereien, Taten ohne Visionen zu Alpträumen." Dem steht ebenso kritisch die nun fast ein halbes Jahrhundert alte provokative Äußerung des deutschen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt bei: "Wer eine Vision hat, der sollte zum Arzt gehen." Wirksame Visionen schaffen Orientierung, vermitteln Sinn, und richten eine Gruppe von Menschen auf ein gemeinsames Ziel aus. In der Vermarktung der Vision hat die Studie VIVER wohl ebenso übers Ziel geschossen, wie man aus dem Zitat unten schnell ersieht.

Die Vision liegt in staatlicher oder ökonomischer Steuerung und blendet den Bürger weitgehend aus. Er wird nur wahrgenommen als er selber Verhaltensänderungen aufgrund subjektiver ökonomischer Veränderungen (Preise/Einkomen) wahrnimmt oder an ihn appeliert wird, doch "vernünftig" zu handeln. Demokratie, Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung als "Megatrend" bleiben ausgeschlossen. Nichtsdestotrotz ist Viver eine Sammlung von Szenarien und Möglichkeiten, welche in die politische Programmentwicklung Eingang finden sollte. Die vision einer nachhaltigen Entwicklung ohne Bürger ist dann aber tatsächlich ein Alptraum.

"Die Städte sind grün, lebenswert, fußgänger- und radfahrerfreundlich, Car-Sharing-Parkplätze und Radstationen gibt es an allen größeren Haltepunkten. Insgesamt hat ein Trend zu einem urbaneren Lebensstil in gut an den öffentlichen Verkehr angebundenen Stadträumen stattgefunden und die alltäglichen Bedürfnisse können mit weniger Verkehrsleistung realisiert werden. 2050 könnte so ein nachhaltiges Verkehrssystem aussehen. Das ist das Ergebnis des Szenarioprozesses des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI für eine „Vision für nachhaltigen Verkehr in Deutschland “ (VIVER).  
Für die Realisierung des Projektes "Vision für nachhaltigen Verkehr in Deutschland" ist ein fortschreitendes Umdenken in der Zukunft erforderlich. Die Vision, im Jahre 2050 ein fortschrittliches Verkehrssystem zu haben, setzt unter anderem einen technologischen Wandel und eine hohe Bedeutung von Klimaschutz sowie ressourcenschonenden Lebensstilen voraus. Luftverschmutzung, Lärm und Unfälle könnten durch ein nachhaltiges Verkehrssystem anhand von Car-Sharing-Parkplätzen oder Radstationen ersetzt werden. Der Personen- und Güterverkehr würde in diesem System durch neue Fahrzeugkonzepte nicht mehr zunehmen. Der Rückgang der Verkehrsnachfrage lässt sich auf Verhaltens- ebenso wie auf strukturelle Veränderungen im Produktions- und Globalisierungsprozess zurückführen."
 Link ➨   
VIVER – Vision für nachhaltigen Verkehr in Deutschland
6.4.12   [Letzte Aktualisierung  11.8.12] Das Vorarlberger Bloghaus verlinkt interessante Weblogs.

Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung  1
2 Andere Visionen von Mobilität und Verkehr 3
2.1 Historische Visionen von Mobilität und Verkehr 3
2.2 Aktuelle Visionen und Szenarien von Mobilität und Verkehr 5
3 Vision nachhaltiger Verkehr – Definition und Ziel  10
4 Methodisches Vorgehen 12
5 Rahmen der Vision VIVER - Basisannahmen 14
5.1 Abgrenzung 14
5.2 Mega-Trend 1: Demografie – abnehmende Bevölkerung 14
5.3 Mega-Trend 2: BIP- und Einkommenswachstum nur
moderat ..15
5.4 Mega-Trend 3: Soziale Sicherung und Rente stabil 16
5.5 Mega-Trend 4: Außenhandel und Logistik verlangsamt  17
5.6 Mega-Trend 5: Einfluss des Klimawandels langsam spürbar 17
5.7 Mega-Trend 6: Verknappung fossiler Energien  18
5.8 Mega-Trend 7: Wirtschaftsordnung und Staatsverständnis  18
5.9 Visualisierung der Mega-Trends  18
6 Schlüsselfelder 20
6.1 Werte 20
6.2 Raumplanung – Stadt und Land 24
6.3 Arbeit und Freizeit 27
iv VIVER – Vision für nachhaltigen Verkehr in Deutschland
6.4 Produktion und Märkte 29
6.5 Querschnitts-Technologien  30
6.6 Verkehrspolitik: Marktordnung und Liberalisierung 31
6.7 Mobilitätskonzepte  32
6.8 Logistikkonzepte  34
7 Was bedeutet das für den Personenverkehr? 36
8 Was bedeutet das für den Güterverkehr?  42
9 Visualisierung der Vision 45
10 Schlussfolgerungen und Ausblick 49
11 Referenzen 51

Sonntag, 3. Juni 2012

Die Debatte um Commons und Gemeingüter

Infobrief (Nr. 14) des Schweizer Denknetzes versucht die  Commons-Debatte einzuordnen. 

Die Debatte speist sich vor allem auch aus einem progressiven, ja vielfach euphorischen Moment: Um viele Gemeingüter herum haben sich in den letzten Jahren weltweit soziale  Praxen  herausgebildet, die  mit  der  kapitalistischen Logik brechen und dennoch oder gerade deshalb ökonomisch „Erfolge“ erzielen. Als herausstechendes Beispiel hierfür dient die Entwicklung, Produktion und Verteilung freier Software. Sie belegt, dass nicht profit- und konkurrenzbasierte Formen von Kooperation gute Produkte hervorbringen, die kein Privateigentum benötigen und die auch von jenen genutzt werden können, die wenigGeld haben. Entscheidend für dieses Potential ist die stoffliche Besonderheit digitaler Produkte: Sie sind unendlich verfügbar und unterlaufen damit das Knappheitsgebot, das für die Warenbildung im Kapitalismus unerlässlich ist. Was im Überfluss vorhanden ist, kann nicht verkauft werden, es sei den man stellt die Warenform des Produkts künstlich her, etwa durch Kopierschutz. Patente etc.

 Link ➨  
Denknetz - INFOBRIEF # 14 - Die Debatte um Commons und Gemeingüter
Siehe auch: 
Wem gehört die Welt? - Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter
31.3.12 [Letzte Aktualisierung 3.6.12]


Denknetz - INFOBRIEF # 14 - Die Debatte um Commons und Gemeingüter
I Einleitung: Die politische und historische Dimension der Commons-Debatte
II Definition: Was sind Commons?
III Die Debatte um Commons
• Freie Softwareproduktion als commonsbasierte Peer-Produktion
• Spezialfall oder generalisierbares Modell zum „Commonismus“
• Das „Gemeinsame“ in der Theorie des Postoperaismus
• Die Debatte um geistiges Eigentum und Urheberrechte
• Gemeingüter als Steigbügelhalter des Kapitalismus?
IV Diverses